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Traditionelle Volksfeste


 
Volksfest auf der Ruine Boyneburg
(im Wald auf der Ringgau-Hochebene zwischen den Orten Datterode, Röhrda, Grandenborn und Wichmannshausen)
►Himmelfahrtstag
 
Traditionsgemäß strömen aus allen Richtungen viele hundert Menschen in fröhlichen Wandergruppen oder einzeln auf die große Rasenfläche, die sich als herrliches Hochplateau vor der Burg erstreckt. In früheren Zeiten diente dieser Platz sowohl der Austragung von ritterlichen Turnieren der Waffenübung wie auch als Lagerstätte für kaiserliche und fürstliche Gefolgschaften, die diese Burg besuchten. Am Himmelfahrtstag allerdings wird die Burg von vielen Menschen belagert, die höchstens mit dem Gehstock "bewaffnet" sind. Für ihr leibliches Wohl sorgen Würstchen- und Bierbuden. Einer Legende folgend, hält der Pfarrer des Kirchspiels vor der Burg den traditionellen Gottesdienst ab, in dem auch die Legende erläutert wird. Nach dem Gottesdienst werden Brote und Speck an die Bürger der umliegenden Gemeinden verteilt. Der Sage nach soll bei dem, der das Brot zu Hause aufbewahrt, der Blitz nicht einschlagen.
  
  
Johannisfest in Eschwege
►am ersten Sonntag im Juli oder am Wochenende vor den Sommerferien

Dieses Kind- und Heimatfest gibt Anlass, sich zu treffen und Erinnerungen auszutauschen. Am Donnerstag wird das Fest mit einem großen Festzeltprogramm eröffnet. Am Donnerstag wird das Fest mit einem großen Festzeltprogramm eröffnet. Freitagabend sitzt man in den Straßen der Altstadt zusammen beim Kränzewickeln und lässt sich Bratwürstchen und Bier schmecken - eine fröhliche Menschenmenge in allen Straßen bis spät in die Nacht. Auf den Plätzen der Stadt zeigen Volkstanzgruppen ihr Können und im Rittersaal des Landgrafenschlosses erklingt die "Kleine Nachtmusik", gespielt vom Nordhessischen Kammerorchester. Samstag früh zieht die Schuljugend hinaus nach Meinhard-Grebendorf, um nach althergebrachter Sitte die Maien in die Stadt zu holen. Am Sonntagmittag ist dann der Festzug der gesamten Schuljugend durch die festliche geschmückten Straßen der Altstadt zum Festplatz, angeführt von dem Herold und den Johannisfestreitern, gefolgt vom Dietemann, dem Wahrzeichen der Kreisstadt, und seinen Biedermeiermädchen. Am Montag früh ist Frühschoppen im Festzelt und am Abend klingt mit Bootsauffahrt und großem Feuerwerk das Fest aus.
 

Heimatfest in Grebendorf
►traditionell immer am 2. Septemberwochenende

Traditioneller Maienzug der Meinhardschüler und Tanz im Festzelt am Samstag. Festumzug sonntags unter Beteiligung der Schule, des Kindergartens sowie der Vereine und Firmen. Frühschoppen am Montag. Zum Abschluss am Dienstag traditioneller Lampionumzug der Grebendörfer Kinder mit einem "Strohmann" und anschließender Kirmesbeerdigung am Weidenrain.


Salatkirmes in Meißner-Germerode  
►jährlich am Wochenende vor Pfingsten
 
Die Bezeichnung Salatkirmes ist auf den früheren Termin dieser traditionellen Kirmes zurückzuführen, die immer am Sonntag vor Pfingsten gefeiert wird. Sie ist die erste Veranstaltung dieser Art im hiesigen Raum. Sie war ursprünglich ein heidnisches Fest, das durch die Gestalt des Kirmesläufers, der   in einer alten Tracht den Gott Wotan darstellt, aus der Tradition heraus fortlebt. Er führt unter Aufführung  eines Tanzes am Sonntag den Festzug durch den Ort zur Kirche. Bedingt durch seine Darstellung ist ihm im Gegensatz zu den übrigen Teilnehmern der Zugang zur Kirche verwehrt. Das alte Gewand wird von einer Generation zur anderen übergeben und sorgsam gepflegt.
  

Heimat- und Schützenfest in Sontra
►im Juni

Das Fest wird am Freitagabend mit dem Kränzewickeln der Schützengilde und des Sportschützenvereins auf dem Marktplatz eröffnet. Am Samstagvormittag werden die Sieger in dem Angelwettbewerben ermittelt. Die Begrüßung der Festgäste findet am Samstagabend auf dem Marktplatz statt, wozu Gesang und Tanz dargeboten werden. Am Sonntag findet der große Festzug statt, woran anschließend im Rahmen eines Volksschießens der Stadtschützenmeister ermittelt wird. Am Montagnachmittag wird um die Würde der Schützenkönige der Schützengilde und des Sportschützenvereins gekämpft.
  

Vogelschießen in Wanfried
►2. Wochenende im Juli

Jährlich am 2. Wochenende im Monat Juli findet das traditionelle Wanfrieder Vogelschießen statt. Das Volks-, Schützen- und Heimatfest bildet den festlichen Höhepunkt in Wanfried und wird Jahr für Jahr vom Schützenverein Wanfried 1568 e. V. ehrenamtlich organisiert und durchgeführt. Das Wanfrieder Vogelschießen zählt  zu den originellsten und traditionsreichsten Volksfesten der Region und ist zudem das weit und breit größte Schützenfest seiner Art. Der kunstvoll gestaltete hölzerne Schützenvogel mit einer Größe von über 2 x 2 Metern wird an drei spannenden Tagen von den Wanfrieder Schützen mit Kleinkaliber zerlegt. Der Schütze, der am Montagnachmittag den letzten Schuss setzt, ehe der verbliebene Korpus von der Stange fällt, ist der neue Schützenkönig. Das Volksfest, bei dem auch Gästeschießen möglich ist, lässt die Alltagssorgen der Mitbürgerinnen und Mitbürger und der zahlreichen Gäste aus Nah und Fern für ein paar Tage in den Hintergrund treten. Dieses Fest verbindet und gibt Gelegenheit, sich in gemütlicher Atmosphäre und fröhlichen Stunden zu treffen und wieder zu sehen.
Das Festprogramm ist vielfältig und für alle Generationen gestaltet.
Höhepunkte bilden sicherlich der große Festumzug am Sonntag und der Empfang des Brombeermannes mit seinem Gefolge, den Elfen und Zwergen, am Samstagabend vor dem Rathaus mit symbolischer Übergabe des Stadtschlüssels  durch den Bürgermeister. Besonders freuen darf man sich auf  viel Musik in den Straßen und Gassen Wanfrieds, im Festzelt oder bei dem in seiner Art einmaligen Gottesdienst am Sonntagmorgen in der ev. Kirche zu Wanfried.  Stimmungsvolle Gastkapellen, oft auch aus Österreich, halten Einzug in die Brombeermannstadt und bereichern das musikalische Festwochenende mit ihren Klängen. Der Bürgerschoppen am Samstagvormittag vor dem Rathaus lädt ebenso zum Verweilen ein, wie auch der Frühschoppen am Montagvormittag im Festzelt und der Königsball am Montagabend. 
  

Kesperkirmes mit Altstadtfest in Witzenhausen
►Anfang Juli

Ende April/Anfang Mai verwandeln über 150.000 Kirschbäume das Werratal in ein weißschimmerndes Blütenmeer. Wenn dann die Kirschenernte kommt, wird die Kesperkirmes (Kirschen im Volksmund 'Kesper') rund um den Marktplatz inmitten alter Fachwerkbauten gefeiert. Höhepunkt ist die Wahl der Kirschenkönigin. Bereits am Samstagnachmittag kommen Kandidatinnen aus den Kirschenbaugebieten um Witzenhausen in einem Bootskorso zum Fest. Am Abend stellen sie sich in einer öffentlichen Veranstaltung der Jury. Die gewählte Kirschenkönigin repräsentiert und wirbt ein Jahr lang für Witzenhausen und das Kirschenanbaugebiet. Während des Festes wird Kirschsaft aus dem Marktbrunnen - Kump genannt - ausgeschenkt.
  

Erntedank- und Heimatfest in Witzenhausen
►Ende August/Anfang September

Großes Volks- und Heimatfest mit buntem Kinderprogramm am Samstag auf dem Marktplatz. Ein auserlesenes Unterhaltungsprogramm mit namhaften Künstlern begeistert die Festbesucher Samstagabend sowie beim Festfrühstück am Montagmorgen. Am Sonntagnachmittag findet ein großer Festumzug statt.
  

Erntedank- und Heimatfest in Bad Sooden-Allendorf (Stadtteil Allendorf)
►3. Augustwochenende

Mittelpunkt ist der Festzug. Auf den Straßen wird der Allendorfer Nationaltanz "Triolett" getanzt, einer der ganz wenigen Tänze, wo "er" gleich zwei Damen schwenken darf. Zum Montags-Frühschoppen wird "Spanisch-Frico" gegessen, eine scharf gewürzte Fleisch-Kartoffel-Speise. Sehenswert ist am Samstagabend die traditionelle Illumination des von den Einheimischen liebevoll "Klein-Venedig" genannten Fischerstades.
  
       
Schützenfest in Eschwege
►1. Sonntag im September

Aus nah und fern kommen Schützen, um das Fest mit den Eschweger Schützen zu feiern. Der Schützenkönig, Jungschützenkönig und Volksschützenkönig werden ermittelt und proklamiert. Sonntagmittag ist großer Festzug. Eine besondere Attraktion ist das "Schinkengericht". Nach einem guten Schinkenessen und bei Bier erhebt der "Staatsanwalt" Anklage gegen Honoratioren und Schützen und beantragt Bestrafung für die im letzten Jahr begangene "böse Vergehen". So muss mancher seine Strafe in die Vereinskasse zahlen. Mit Käse-Essen wird das Schützenfest beendet.
  

Oktoberfest in Witzenhausen - Stadtteil Dohrenbach
►Ende September/ Anfang Oktober

Das Oktoberfest in Dohrenbach ist als Saisonabschlussveranstaltung zu betrachten. Es beginnt am Freitag mit dem Fassanstich und einem auserlesenen Unterhaltungsprogramm im Festzelt. Weitere Höhepunkte sind der Frühschoppen mit großer Tombola am Samstag und der Festzug am Sonntag.


Wichtelfest  in Reichensachsen
►in der Regel traditionell am 3. Wochenende im Juni

Das Fest wird am Donnerstagabend traditionell mit dem Kulturellen Abend im Bürgerhaus Reichensachsen durch den Bürgermeister und den Oberwichtel, der die Gemeinde um Frieden und Eintracht in seinem Wichtelspruch bittet, eröffnet. Vereine, Schule und Kindergarten gestalten das Programm des Abends. Am Freitag finden Straßenfeste der ev. Kirchengemeinde „Am Anger“, Kränze wickeln und feiern in den Straßen sowie Veranstaltungen der Reichensächser Wirte mit Livemusik statt. Am Samstag wird der Festplatz und das Festzelt eröffnet.   Der Sonntag steht nach dem Wecken in den Straßen und einem Open-Air-Gottesdienst auf dem Anger ganz im Zeichen des großen Festumzuges, der um 14 Uhr mit der Begrüßung der Wichtel startet. Mit dem Frühschoppen am Montag ab 10 Uhr mit Tanz und Gaudi und dem Finale ab 16 Uhr endet das Wichtelfest.


Brunnenfest in Bad Sooden-Allendorf (Stadtteil Sooden)

►immer Pfingsten

Als Dankesfest für die Sole-Quellen wird jedes Jahr zu Pfingsten das Brunnenfest gefeiert. Salz bestimmt seit über 1000 Jahren die Geschichte der Stadt, ob als wertvolles Handelsgut oder als Grundlage für den Gesundheitstourismus. Zum Brunnenfest wird das Salzsieden wie zu alten Zeiten vorgeführt, dafür wurde ein originalgetreues Gesöde und eine Salzpfanne nachgebaut, das vor dem historischen Salzamt in Bad Sooden steht. Auch ein Festzug und kulinarische Genüsse umrahmt von prächtigen Fachwerkhäusern gehören zu diesem Heimatfest.


Märchenwoche in Bad Sooden-Allendorf (Stadtteil Sooden)
►ab Ostersonntag eine Woche lang

Als einst Jacob und Wilhelm Grimm durch Deutschland zogen, stießen sie in der Gegend um den Hohen Meißner auf das Märchen der Frau Holle. Ihr zu Ehren feiert Bad Sooden-Allendorf jedes Jahr von Ostersonntag an die „Märchenwoche“, die besonders Kinder und Familien bezaubert. Theaterstücke, Märchenlesungen, Spiele, Märkte, Feuerwerk und Festzug passen besonders gut in die idyllische Fachwerk-Kulisse – und aus dem Söder Tor schüttelt Frau Holle mit Goldmarie und Pechmarie täglich ihre Betten aus.


Altstadtfest in Hessisch Lichtenau
►Mai/Juni

Feiern in der Heimat der Frau Holle -  im wunderschönen Ambiente zwischen den Fachwerkhäusern in der Altstadt von Hessisch Lichtenau -  an 4 Tagen, auf drei Bühnen, mit Live-Musik, Fassbier und zahlreichen Fahrgeschäften.


Kirmes in Waldkappel-Schemmern
►immer am letzten Juliwochenende

Auserlesenes Unterhaltungsprogramm mit bekannten Künstlern an allen Tagen. Gemeinsamer Gottesdienst und Frühschoppen am Sonntagmorgen.


Kirmes in Waldkappel-Bischhausen
►immer am ersten Septemberwochenende

Auserlesenes Unterhaltungsprogramm mit namhaften Künstlern an allen Tagen. Großer Festzug am Sonntagnachmittag.

 

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